LGS 2030 ULM: Landesgartenschau im Dialog
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Nachhaltige Begrünung des Raums Blaubeurer Tor

27.09.2021 08:02 Blaubeurer Tor Auftaktwerkstatt

Charakterisierung der Empfehlung:

Wir begrüßen die Rückgewinnung der Freifläche durch die Tunnelführung (Anm. der Redaktion) der B10, inklusive der Neugestaltung des Bahnparks + Umgebung des Blaubeurer Tors über 2030 hinaus. Vorschlagen würden wir eine vertikale Begrünung der Auf- und Abfahrtsrampen, z.B. mit Wein als Bezug zu den alten Söflinger Weinbergen. Fußwege können durch begrünte Pergolen (Laubengänge – auch mit Wein) von Fahrradwegen abgegrenzt werden, die mit begrünten Sitzecken ergänzt werden können. Wichtig ist eine bunte Mischung aus Baumbestand, Stauden, Wiese + Blühpflanzen (sitzen, liegen, schlendern und gucken).

 

Auswirkung der Empfehlung für die Stadtgesellschaft:

Am meisten profitiert das danebenliegende Dichterviertel mit einem neuen Naherholungsgebiet und einem neuen Kulturort. Für die Gesamtstadt ergibt sich so ein nachhaltiges grünes Band. Alle profitieren von der Aufwertung des Blaubeurer Tors als Eingangstor nach Ulm.

Die Baustellen-Zeit wird eine erneute Herausforderung für alle Ulmer Bürger*innen.

16 Kommentare

Kommentare

unterstützt die Bürgerempfehlung

Jede Art von zusätzlicher Begrünung führt dazu, dass Ulm bis 2030 klimaneutral wird

28.09.2021 13:49 SabineLaBagk unterstützt die Bürgerempfehlung

Glänzende Idee! Dankeschön.
Bitte bei der Bepflanzung darauf achten, dass

  1. die Bäume wirklich anwachsen können
  2. genügend Boden ausgetragen wird, damit sich ein biodiverses Eigenleben darin entfalten kann. Nur so kann viel CO2 auch im Boden gebunden werden.
  3. die Plätze zwischen den Bäumen auch grün und nicht versiegelt sind, weil die Wurzeln der Bäume so besser Kontakt zueinander haben können
  4. pflegeleichte und verschiedene Bäume angesiedelt werden 

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Ergänzungen dazu

13.10.2021 20:02 Lisa.S

Zu 1. und 4.: Bäume / Großgehölze die dem zukünftigen Klimawandel gegenüber resistenter sind.

zu 3.: bitte nicht nur Rasen, sondern auch regionale Wiesenansaat die die Artenvielfalt fördert. Bitte nicht zu viel asphaltierte Bereiche, wassergebundene Wegedecke auch im Hinterkopf haben.

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Nachhaltige Begrünung für Mensch und Tier

29.09.2021 11:47 MatthiasRausch hat eine inhaltliche Ergänzung

Bei der Planung grüner Oasen kann die Schaffung von dauerhaften Ökosystemen auch für die Tierwelt integriert werden und bei der Gestaltung überlegt werden, wie lokale Humusaufbauflächen entstehen. @SabineLaBagk hat ja schon Tiny Forrests ins Spiel gebracht.

Erarbeitete Ökosystemkonzepte können in die angrenzenden Siedlungsgebiete als Impulse für die individuelle Gartengestaltung gespielt werden, evtl. mit Förderung entsprechender Umgestaltungen. So kann ein optisch und biologisch fließender Übergang zwischen Gartenschaugelände und Siedlungsgebieten gestaltet werden.

 

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Positive Auswirkungen auf die SDGs 

29.09.2021 11:59 MatthiasRausch

3 Gesundheit und Wohlergehen
11 Nachhaltige Städte und Gemeinden
13 Maßnahmen zum Klimaschutz
15 Leben am Land

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Die B10 als Stilelement der Gartenschau

02.10.2021 22:38 Martin hat eine inhaltliche Ergänzung

Wäre es möglich die B10 auf der gesamten Länge im Stadtgebiet wo keine Mauer mehr vorgefunden wird mit einer gewölbten Konstruktion zu "überdeckeln" und dieses grün bewachsen zu lassen? Man könnte dies als Element darstellen, um die alte Festungshügellandschaft zu repräsentieren, hätte aber sehr moderne Effekte, wie Wegfall von viel Beton aus dem Bild, sauberere Luft, weniger Lärm, und eine Lösung für die schwierige Brückensituation über die Bahngleise, bei der man heute noch gar nicht weiß, wie dieser Übergang mit einer Gartenschau vereinbar ist.

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Ergänzung

02.10.2021 22:43 Martin

Auch würden diese Überbauungen über die B10 wie Portale wirken, die auf die Gartenschau aufmerksam machen und Werbung sind für jeden, sich das aus der Nähe anzuschauen, da das sicher noch niemand schon mal gesehen hat.

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B10 überdeckeln

03.10.2021 07:03 Ingo

So wie ich es verstanden hatte, ist der geplante neue Tunnel das maximal Mögliche. Auch dieser ist gemäß den Verkehrplanern kein echter Tunnel gemäß Bauvorschriften, sondern eine überdachte Fahbahn. Ich fürchte mehr wird nicht gehen....

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Grüne Brücke(n) über B10 UND Bahngleise!

03.10.2021 07:39 SabineLaBagk

Nicht nur die B10 - auch die Bahngleise und der überdimensionierte Bereich zwischen Bahnhof und Schillerstraße zerteilen die Stadt derzeit. Gefühlt werden von den Gleisen am Bahnhof maximal 60% wirklich genutzt.

Man könnte eine ganz breite oder mehrere schmale "Grüne Brücken" - analog der Wildwechsel-Brücken über Autobahnen - über die B10 und die Gleise anlegen.

Über diese Brücken könnten Fußgänger und der nichtmotorisierte Verkehr zwischen Weststadt und Innenstadt wechseln.

Den Zügen und Nutzern der B10 macht es nichts aus, unter Brücken (und Tunneln) hindurchzu fahren! 

für die Nutzer der "Grünen Brücken" ist der Himmel über den Köpfen ein wichtiges Wohlfühl-Element.

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Dritter Bahnhofssteg wegen der LGS?

03.10.2021 19:30 mpoetzl

Zur Erinnerung: eine Verlägerung des jetzigen Bahnsteigtunnels zur Schillerstraße, ein Ausbau des sog. Post-Tunnels und ein oberirdischer Steg vom zukünftigen Theater-Viertel zur nördlichen Schillerstraße sind schon lange in der Diskussion und hängen von den Planungen der DB ab.
Den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr einzuschränken (und für den sind die angeblich 60% überflüssigen Gleise da) ist nicht zeitgemäß. Man sollte das eine, zum Glück wieder neu entdeckte, Verkehrsmittel  - Bahn - nicht gegen das andere - Fahrrad - ausspielen.
Im Übrigen werden "gefühlt" 80% der Radwege nicht ständig genutzt - oder zumindest weniger als eine vergleichbare Straße. Trotzdem werden zu Recht immer mehr neue Radwege gebaut und nicht abgerissen, weil gefühlt zu wenige darauf fahren.

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Visionär

15.10.2021 08:53 MatthiasRausch

Vielen Dank für diesen visionären Ansatz einer "Wildwechselbrücke" über die Gleise. Dadurch wird Fläche gewonnen und das Ökosystem restauriert. Das wäre eine echtes highlight für das UN Jahrzehnt der Ökosystem Restauration, welches 2030 endet.

Die obligatorisch zu erwartende "Kosten" und "Bahn" Antwort zeigt unser Kernproblem - es fehlt eine gesellschaftlich getragene Nachhaltigkeitsstrategie, welche Mensch und Mitwelt in den Fokus nimmt und nicht Wirtschaft. Wir haben in den letzten Monaten immer wieder gesehen, dass Geld offensichtlich da ist. Das es seitens Politik aber entweder in Wirtschaft oder in Schadensbehebung gesteckt wird.

Mit so einer generationengerechten Strategie als Teil der LGS könnte die Stadt ähnlich wie damals mit dem Solarpark eine echte Vorreiterrolle übernehmen.

Dasist aber wahrscheinlich ebenso visionär,wie die Wildwechselbrücke.

 

 

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Ausräumen von Missverständnis

04.10.2021 10:31 Martin

Ich meinte damit nicht irgendwelche schweren baulichen Eingriffe, wie ja der Tunnel, der am Blaubeurer Tor kommen soll. Das ist einfach unrealistisch so etwas zu fordern. Mir schwebte mehr so etwas wie sehr dicke Drahtkonstrukte oder ähnliches vor, das ein überwölbendes Spalier bildet und dann bewachsen werden kann. Ähnlich einem Laubengang. Das wäre für die Gartenschau das herausstechende Element, so etwas habe ich persönlich noch nirgends gesehen. In der Gartenschau im Moment in Überlingen ist dieses einmalige Element schwimmende Gärten auf dem Bodensee. Das werde ich nicht vergessen, das war so besonders.

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Die B10 als Stilelement der Gartenschau

06.10.2021 22:39 WindmohnTarantel

Je mehr von der B10 versteckt ist, desto besser :) stimme hier voll und ganz zu.

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Hochwasserschutz unter der B10

13.10.2021 18:13 BuergerForum63

Im Bürgerforum wurde erklärt, dass unter der B10 vom Blaubeurer Tor Richtung Donau ein rießiger Kanal läuft, der bei Hochwasser der Blau die Altstadt schützt. Würde man in diesem Bereich die B10 unter die Erde bringen wollen, müsste Sie in einer Tiefe von 10-15 m liegen. Ich denke ein kaum vorstellbares Unterfangen. Die B10 zu überbauen mit einem Deckel ändert doch nicht sehr viel am Stadtbild. Der Schnitt bleibt und auch dieses Bauvorhaben scheint doch sehr utopisch. Man sollte sich doch jetzt darauf konzentrieren, was wirklich ansteht, nämlich die freiwerdenden Flächen, die durch den geplanten Tunnel entstehen sinnvoll zu verändern und umzugestalten. Hier sind Ideen gefragt.

 

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Antwort an Bürgerforum63

14.10.2021 04:27 Martin

Das sehe ich deutlich anders: Die B10 zieht sich wie ein großes Band fast durch das vollständige Gartenschaugelände. Man wollte die Gartenschau dort, nichts wäre unlogischer, als dann nicht mit dieser innerstädtischen Schneise auch zu arbeiten. Zumal es entscheidend darum gehen wird, die Einschränkungen der Gartenschau durch die B10 zu minimieren. Was läge also näher als die Not zu einer Tugend zu münzen und etwas Einmaliges zu schaffen?

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Grüner Tunnel schön, aber wo?

14.10.2021 11:53 mpoetzl

Die Idee mit dem Laubengang über der B10 klingt ja erstmal hübsch, aber wo soll dieser Tunnel entstehen? Auf der Wallstraßenbrücke, also zwischen Kienlesberg und Blaubeurer Tor geht's nicht, das gibt die Statik der Brücke nicht her. Ab Söflinger Kreisel ist die B10 schon im Tunnel und den ganzen Bismarckring überdeckeln geht auch nicht. Bleibt also nur der kurze Abschnitt zwischen den beiden ESSO-Tankstellen (ca. 200 Meter).  Davon wären 100 m nicht nutzbar weil auf der einen Seite das Schwenk'sche Verwaltungsgebäude, auf der anderen Seite eine Festungsmauer steht. Und den Rest mit einem Grüntunnel zu überbauen sieht bei der Situation davor und danach einfach aus wie gewollt und nicht gekonnt, macht also keinen wirklichen Sinn.

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Umsetzung

14.10.2021 20:09 Martin

Das wäre doch erstmal abzuklären, ob so eine Lösung technisch und rechtlich umsetzbar ist. Es ist meiner Kenntnis nach die bisher einzige vorgeschlagene Alternative zu einer Schallschutzwand, die sehr teuer sind, auch keine Leichtgewichte, und ästhetisch je nach Gestaltung auch nicht unbedingt was man sich durch eine Stadt gezogen wünscht.

Dass Schallschutz in irgend einer Form notwendig sein dürfte, ist wohl kein Geheimnis, wenn man sich mal neben die B10 stellt. Selbst die Tunnel müssen irgendwie an ihren Öffnungen abgeschirmt werden meiner Einschätzung nach. Ganz problematisch ist der Übergang über die Gleise, dort wird man wohl irgendwie an der bestehenden Brücke lang geführt werden, da wird man zwangsläufig der B10 sehr nahe sein. Dieser Abschnitt müsste ja in jedem Fall irgendwie begrünt werden, einer Gartenschau entsprechend, ob das nun der vorgeschlagenen Idee folgt oder nicht.

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